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Apothekenarchiv

Grippeschutz für Kinder bei Vorerkrankungen besonders wichtig (03.11.07 – Apotheke für Frauen)
Eine Impfung ist auch für Kinder der beste Schutz vor der echten Grippe. Auf jeden Fall sollten Kinder mit Vorerkrankungen gegen die Influenza im Herbst geimpft werden, rät der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in München. Dazu zählen die chronische Bronchitis, Asthma, Stoffwechselstörungen, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und der Niere. Da aber auch gesunde Kinder infolge einer Grippeerkrankung eine schwere bakterielle Infektion erleiden könnten, sei für sie eine Impfung ebenfalls ratsam.

Eine Grippeinfektion bei Kindern kann laut BVKJ innerhalb von 24 Stunden einen schweren und sogar lebensgefährlichen Verlauf nehmen, wenn eine bakterielle Infektion hinzukommt. "Eine Grippeinfektion macht es für Bakterien leichter, sich im Körper auszubreiten", erläutert Ursel Lindlbauer-Eisenach, Kinder- und Jugendärztin sowie Mitglied der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut. Die Abwehr sei geschwächt, so dass etwa Pneumokokken, bestimmte Streptokokken und Staphylokokken in die Atemwege eindringen und eine schwere Lungenentzündung auslösen können.

"Zukünftigen und frischgebackenen Eltern empfehle ich ebenso eine Grippeimpfung, denn Babys sind besonders gefährdet und können erst ab dem 6. Lebensmonat eine Impfung erhalten", sagt Lindlbauer-Eisenach. Wenn Kinder im Herbst und Winter grippe- und erkältungsähnliche Symptome mit Fieber und Husten entwickeln, sollten Eltern mit ihnen einen Kinderarzt aufsuchen. Bei einer Grippe mit einer bakteriellen Infektion seien in der Regel Antibiotika erforderlich.

Apotheker J. Schulz

Quelle: dpa
Impfstoff gegen Eierstockkrebs in der klinischen Prüfung!
Etwa 8000 Frauen in Deutschland erkranken jährlich an Eierstockkrebs; bei ca. 75% der Betroffenen führt diese Krankheit zum Tod.

Begründeten Anlass zur Hoffnung auf eine erfolgreiche Bekämpfung des Ovarialkarzinoms bietet ein neuer Wirkstoff mit dem Namen Abagovomab. Hierbei handelt es sich um einen Impfstoff, der biotechnologisch gewonnen wird. Dieser Wirkstoff ist ein monoklonaler Antikörper, der einem bestimmten, vom Eierstockkrebs gebildeten Eiweißkörper so ähnlich ist, dass das Immunsystem der Frau aktiviert und in die Lage versetzt wird, das „echte“ Tumor-Eiweiß (CA 125) auf der Krebszelle zu erkennen und letzendlich diese Zelle abzutöten.

In der internationalen, sog. MIMOSA-Studie werden derzeit ca. 900 Frauen mit Eierstockkrebs, bei denen der Tumor schon operativ entfernt wurde und die Chemotherapie abgeschlossen ist, eingebunden. Weltweit sind 120 Studienzentren (Kliniken und Arztpraxen), davon 40 in Deutschland, daran beteiligt. Im Dezember 2006 hat diese, 9 Jahre dauernde Studie begonnen. Die erste deutsche Patientin wurde im März diesen Jahres in die MIMOSA-Studie eingeschlossen.

Wenn Sie zu den betroffenen Frauen zählen und Interesse haben an dieser Untersuchung teilzunehmen, wenden Sie sich bitte an Ihre(n) behandelnde(n) Arzt/Ärztin, ob, wo und wie in Ihrer Nähe ein Platz zur Verfügung steht.

Hustenstiller Clobutinol vom Markt genommen!
Nach mehr als 45! Jahren kam das Aus für Hustenstiller mit dem Wirkstoff Clobutinol (z.B. enthalten in Silomat® Saft, Tropfen und Dragees). Seit dem 31.08.2007 ruht die Zulassung, alle Clobutinol-haltigen Produkte wurden vom Markt genommen.

Dieser, bisher in der Selbstmedikation vielfach empfohlene und angewandte Hustenstiller hat nun, nach neueren Untersuchungen vom Bundesinstitut für Arzneimittel eine negative Nutzen-Risiko-Bewertung erhalten.

Was steckt dahinter?
Diese Untersuchungen haben gezeigt, dass als unerwünschte Nebenwirkung am Herzen die sog. QT-Zeit durch Clobutinol verlängert wird. Die QT-Zeit entspricht in etwa der Systole in der Herzkammer. Verlängert sich nun diese Zeit kann es zu Herzrhythmusstörungen, Herzrasen, sowie im Extremfall zu Kammerflimmern und Herzstillstand kommen. Die Studie wurde nach einem schweren Zwischenfall abgebrochen!!
Gibt es Alternativen?
Für Kinder ab 2 Jahren und Erwachsene können Hustenstiller mit den Wirkstoffen Pentoxyverin (z.B. Sedotussin®) oder Dextromethorphan (z.B. NeoTussan®) als Alternative angewandt werden.

Schauen Sie einfach unter der Rubrik Erkältung [Husten] nach.


Hohes Übergewicht erhöht Migräne-Risiko

Etwa jeder achte Bundesbürger leidet unter Migräne (frz. "migraine" = Kopfschmerz).

Schon Kinder können Migräne bekommen. Am häufigsten tritt sie im Alter von 15 bis 20 Jahren erstmalig auf. Frauen sind dreimal häufiger betroffen als Männer.

Übergewicht und Auftreten sowie Häufigkeit von Migräne-Attacken stehen offenbar in einem Zusammenhang. Nach einer groß angelegten US-amerikanischen Studie in über 120.000 Haushalten über Art und Häufigkeit von Kopfschmerzen ließen sich 19.000 Migräne-Patienten feststellen. Bei Normalgewichtigen (BMI zwischen 18,5 und 24,9) hatten 6,5% eine schwere Migräne (pulsierender Kopfschmerz an 10 – 14 Tagen pro Monat). Bei den stark Übergewichtigen (BMI über 34,9) waren es 10,4%. Zwischen Übergewicht und Spannungskopfschmerzen konnten die Wissenschaftler jedoch keinen Zusammenhang feststellen.

Impfstoff Gardasil® gegen Gebärmutterhalskrebs ist bald zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verordnungsfähig!
Jährlich erkranken in Europa über 33.000 Frauen an Zervikalkarzinomen, etwa 15.000 sterben an den Folgen. Dreiviertel aller Gebärmutterhalskrebs-Erkrankungen werden durch eine Dauerinfektion mit HPV (humane Papillomviren) verursacht!
Eine Impfung mit dem seit etwa einem Jahr auf dem deutschen Markt erhältlichem Impfstoff Gardasil® , ist nun von der Ständigen Impfkommision (STIKO) für Mädchen im Alter von

12 – 17 Jahren empfohlen worden. In Kürze wird mit der offiziellen Bestätigung durch das Bundesgesundheitsministerium gerechnet. Dann können die behandelnden Ärzte, für die empfohlene Altersgruppe, auf Kassenrezept verordnen. Augenblicklich wird die Kostenübernahme durch die Krankenkassen noch unterschiedlich gehandhabt.

Die Dreifach-Impfung sollte vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen sein, da die Erreger ausschließlich durch sexuellen Kontakt übertragen werden. Eine neue Studie hat belegt, dass bei vollständiger und rechtzeitiger Immunisierung ein 100-prozentiger Schutz gegen HPV erreicht wird! Bei Impfungen ab dem 18. Lebensjahr, auch nach einer schon vorliegenden Infektion mit HPV, zeigt die Impfung immer noch eine hohe Wirksamkeit, wenn auch keinen 100-prozentigen Schutz mehr.
Zweiter Impfstoff gegen HPV zugelassen!
Nach Gardasil® hat nun ein neuer Impstoff gegen humane Papillom-Viren, Cervarix®,

die Zulassung von der europäischen Zulassungsbehörde EMEA erhalten. Damit wird es bald auch in Deutschland einen zweiten Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs geben.

Frauen leiden häufiger an Schmerzen als Männer

Frauen haben eine höhere Schmerzempfindlichkeit und leiden häufiger an (Kopf-)Schmerzen als Männer. Von den bekannten Schmerzsyndromen wie Migräne, Spannungskopfschmerz, Gesichts- und Unterleibsschmerzen sind Frauen deutlich mehr betroffen. Dies teilt die Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS) in Boppard (Rheinland-Pfalz) mit. Zudem sei die Schmerzempfindlichkeit von Frauen generell höher.

Grund dafür könnte unter anderem die unterschiedliche Sozialisation von Mädchen und Jungen sein. Mädchen lernten früher, dass sie Schmerzen äußern dürfen. Hinzu komme, dass Schmerzen während der Menstruation möglicherweise zu einer Sensibilisierung führen. Das bedeute, dass das Nervensystem von Frauen durch immer wiederkehrende Schmerzen in seiner Empfindlichkeit gesteigert wird und damit bei Frauen zum Beispiel die Schmerzschwelle sinkt, so die DGSS. Auch der Hormonstatus könne einen Einfluss haben. Experimentelle Untersuchungen wiesen zum Beispiel auf eine deutliche Abhängigkeit der Schmerzempfindlichkeit vom Menstruationszyklus hin.

Frauen und Männer gehen der DGSS zufolge auch unterschiedlich mit Schmerzen um. Eine Studie mit Arthritis-Patienten ergab, dass Frauen von stärkeren Schmerzen berichteten, aber gleichzeitig auch mehr Strategien entwickelt haben, mit diesen fertig zu werden. Ihre Stimmungslage war trotz stärkerer Schmerzen besser als bei den Männern. Frauen scheinen sich bei der Schmerzbewältigung mehr auf zwischenmenschliche und emotionale Aspekte zu konzentrieren und suchen soziale Unterstützung. Männer ignorieren Schmerzen dagegen häufiger.

"Milchschorf" kann Vorstufe von Neurodermitis sein (26.10.07)

Krustige und schuppende Beläge am Kopf ihres Babys sollten Mütter genau beobachten. Der sogenannte Milchschorf kann Vorbote einer Neurodermitis sein. Darauf macht die Deutsche Haut- und Allergiehilfe (DHA) in Bonn aufmerksam. Auch besonders trockene Haut kann auf die in Schüben auftretende Krankheit hindeuten.

Im Zweifel sollten Sie mit Ihrem Kind ihren Kinderarzt oder Hautarzt aufsuchen. Eine Neurodermitis ist zwar nicht heilbar, aber die Symptome können gelindert und neue Schübe verzögert oder sogar verhindert werden, zum Beispiel durch eine entsprechende Pflege der Haut.



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Themen in der Apotheke für Frauen:

ABNEHMEN

ALLERGIE

Was ist eine Allergie? Wie helfen die neueren apothekenpflichtigen Allergiemittel ?

HEUSCHNUPFEN

BABY

BLASE

Wie merke ich, dass mein Baby krank ist? Ab welcher Temperatur hat mein Baby Fieber? Informationen und Tipps aus der Apotheke.

Babys bekommen häufiger Schnupfen als Erwachsene.

"Drei-Monats-Koliken" - wenn das Baby schreit.

ERKÄLTUNG

Wo liegt der Unterschied zwischen Grippe und grippalem Infekt?

SCHNUPFEN

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Eine gesunde Ernährung und Lebensweise ist die Basis für eine gesunde Haut.

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Vermeiden Sie Parfüm oder stark parfümierte Seifen und Pflegeprodukte.

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KOPFSCHMERZEN

MIGRÄNE

Leider dürfen die betroffenen Frauen in der Schwangerschaft und Stillzeit keine der sonst bewährten Medikamente aus der Apotheke, wie Aspirin, Paracetamol, Thomapyrin u.ä einnehmen.

KOSMETIK

Frühjahr/Sommer Kosmetiktipps aus der Apotheke

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Was kann ihn auslösen? Kann ich mich vor einer Ansteckung schützen?

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Gut gerüstet in den Urlaub. Was sollte in einer Reiseapotheke nicht fehlen?

SCHEIDENPILZ

Wie kann ich mich vor einer Ansteckung schützen?

Die Frauenapotheke empfiehlt bewährte Mittel z.B.: Antifungol, Canifug, Kadefungin ...

SCHWANGERSCHAFT UND STILLZEIT

Was passiert in der Schwangerschaft? ...Muttermilch ist und bleibt die beste Ernährung für Ihr Baby. ...u.v.m Tipps aus unserer Apotheke.

SEXUALITÄT

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Apothekenthema der Woche:

Druck im Intimbereich kann auf Scheidensenkung hindeuten (Apotheke für Frauen)

Ein Druckgefühl im Intimbereich kann bei Frauen auf eine Scheiden- oder Gebärmuttersenkung hindeuten. Hinzu kämen Probleme beim Wasserlassen und Stuhlgang sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, teilt der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) in München mit.

Die häufigste Ursache für die Senkung sei ein schwacher Beckenboden, etwa durch rasch aufeinanderfolgende Geburten. "Aber auch schwere körperliche Arbeit oder chronischer Husten können den Halteapparat überstrapazieren", erläutert Werner Harlfinger, BVF-Landesvorsitzender in Rheinland-Pfalz.

Die Scheiden- oder Gebärmuttersenkung lässt sich den Angaben zufolge aber recht gut behandeln. Dazu gehören ein Beckenboden- Training, das die Muskulatur stärke. "Unter Umständen können auch eine Entzündungsbehandlung oder eine Hormonersatztherapie sinnvoll sein", sagt Harlfinger. Auch könne unter örtlicher Betäubung ein Band in die Harnröhre eingesetzt werden, das die Inkontinenz verhindert.

In jedem Fall sollten betroffene Frauen laut BVF nicht mehr schwer heben und eventuelles Übergewicht verringern. Auch sei es ratsam, viel zu trinken und ballaststoffreich zu essen, um Verstopfung und dadurch nötiges Pressen auf der Toilette zu verhindern.

 

Quelle.dpa

 
Krebsgesellschaft: Zu wenige Frauen gehen zur Brustkrebsvorsorge (Apotheke für Frauen)

Die Deutsche Krebsgesellschaft hat Frauen über 50 Jahren aufgefordert, die Angebote zu einer kostenlosen Mammographie zu nutzen. Bislang werde die Untersuchung zu wenig in Anspruch genommen. Knapp 10 Millionen Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren haben nach Angaben der Krebsgesellschaft alle zwei Jahre Anspruch auf die Untersuchung. Sie trügen das größte Brustkrebs- Risiko. Von Mitte 2006 bis Mitte 2007 hätten sich nur 740 000 Frauen aus der Risikogruppe untersuchen lassen, berichtete die Gesellschaft in Berlin.

"In Deutschland hatten wir noch nie eine qualitativ so hochwertige und zuverlässige Brustkrebsfrüherkennung" sagte der Generalsekretär der Deutschen Krebshilfe, Johannes Bruns. Durch Röntgenbilder könnten Tumore in der Brust erkannt werden, bevor sie ertastbar seien.

Ist die Krankheit erst einmal entdeckt, garantiere die Behandlung von Brustkrebs in einem der deutschlandweit rund 200 Brustzentren mit Zertifikat eine qualitativ gesicherte Versorgung, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Senologie (Brustmedizin), Diethelm Wallwiener. Bei fast 70 Prozent der Operationen in den Zentren könne die erkrankte Brust erhalten werden.

Während der Brustkrebsaktion bis März 2008 sollen bundesweite Informationsveranstaltungen in Unternehmen und Brustzentren angeboten werden. Außerdem soll ein Brustkrebs-Kommunikationspreis an Patienteninitiativen verliehen werden. Brustkrebs ist die am weitesten verbreitete Krebsart unter Frauen. Mehr als 55 000 Frauen erkranken jedes Jahr daran - nach Angaben der Krebsgesellschaft überleben rund 17 800 Frauen die Krankheit nicht.

Quelle: dpa