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Migräne und Kopfschmerzen in der Schwangerschaft und Stillzeit

Fast jeder von uns kennt sie - Kopfschmerzen.

In Deutschland geben 70 % der Bevölkerung an, während der letzten 12 Monate wenigstens einmal unter Kopfschmerzen gelitten zu haben. Etwa 2/3 aller Patienten sind Frauen.

Migräne

Bei immerhin 25% der Patientinnen waren die Beschwerden so stark, dass sie ein Medikament benötigten; jede dritte Kundin in der Apotheke verlangt ein Schmerzmittel.

Am häufigsten treten die sog. Spannungskopfschmerzen auf.

Dabei sind die Schmerzattacken mit Verspannungen im Hals- und Schulterbereich verbunden, die gerade in der Schwangerschaft häufig auftreten. Die Beschwerden bessern sich meist bei Bewegung (Spazieren gehen) an der frischen Luft. Die Schmerzen halten von einer halben bis zu vier Stunden an.

Etwa jeder achte Bundesbürger leidet unter Migräne ( frz. "migraine" = Kopfschmerz).
Schon Kinder können Migräne bekommen. Am häufigsten tritt sie im Alter von 15 bis 20 Jahren zum erstenmal auf.
Frauen sind dreimal so oft betroffen wie Männer.
Migräne sind chronische Kopfschmerzen, die mit oder ohne "Aura" ( meist Seh- Funktions -störungen) periodisch wiederkehren. Migränekopfschmerz tritt meist einseitig auf, kann aber die Seite wechseln!
Neben den starken Schmerzen treten während der Attacke häufig Übelkeit mit Erbrechen sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit als sehr unangenehme Begleitsymptome auf. Jede dritte Migräne-Patientin ist dabei so krank, dass sie nicht aus dem Bett aufstehen oder gar arbeiten kann.

Da Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft häufig als Begleiterscheinung auftreten, leiden schwangere Migräne-Patientinnen doppelt!!

Stress, aber auch längere Ruhephasen (Wochenende), gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus, bestimmte Nahrungsmittel und Schwankungen des Blutspiegels der Sexualhormone, gerade in der Schwangerschaft, können eine Migräneattacke auslösen.

Darf ich Schmerzmedikamente auch in der Schwangerschaft und Stillzeit einnehmen?

Leider dürfen die betroffenen Frauen in der Schwangerschaft und der Stillzeit keine der sonst bewährten Medikamente einnehmen.
So ist Paracetamol im ersten Drittel der Schwangerschaft kontraindiziert, da es schwere Leberschädigungen beim Ungeborenen hervorrufen kann.
ASS, z.B. Aspirin, ist im letzten Drittel der Schwangerschaft gefährlich, da es zu einem vorzeitigen Verschluss (Ductus arteriosus botalli) im Herzen des Fötus kommen kann, der dann oft tödlich für das Kind verläuft.
Bei allen anderen gängigen Substanzen, z.B. Ibuprofen (enthalten in Dolormin) oder auch den Triptanen, z.B. Formigran, liegen keine ausreichenden Erkenntnisse vor, so dass von einer Einnahme in der Schwangerschaft ebenfalls abgeraten werden muss.

Alle bei Kopfschmerzen angewandte Substanzen gehen in die Muttermilch über!

Da niemand weiss, wie viel, verbietet sich die klassische Schmerztherapie also auch in der Stillzeit. Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen als Begleittherapie bei Migräne können in der Schwangerschaft nach genauer Nutzen-Risiko-Analyse begrenzt eingenommen werden. Halten Sie Rücksprache mit Ihrem Frauenarzt!

Was kann ich in Schwangerschaft und Stillzeit alternativ gegen Kopfschmerz und Migräne unternehmen?

Die Anwendung von Minzöl, z.B. Euminz oder Kühlen mit entsprechenden Kältepacks oder Kühlbändern, z.B. BeCOOL, sind als Therapie zu empfehlen. Darüber hinaus bietet sich als wirksames alternatives Verfahren ein Muskellockerungstraining nach Jacobsen an.

Apotheke fuer Frauen






 
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Leider dürfen die betroffenen Frauen in der Schwangerschaft und Stillzeit keine der sonst bewährten Medikamente aus der Apotheke, wie Aspirin, Paracetamol, Thomapyrin u.ä einnehmen.

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Apothekenthema der Woche:

Druck im Intimbereich kann auf Scheidensenkung hindeuten (Apotheke für Frauen)

Ein Druckgefühl im Intimbereich kann bei Frauen auf eine Scheiden- oder Gebärmuttersenkung hindeuten. Hinzu kämen Probleme beim Wasserlassen und Stuhlgang sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, teilt der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) in München mit.

Die häufigste Ursache für die Senkung sei ein schwacher Beckenboden, etwa durch rasch aufeinanderfolgende Geburten. "Aber auch schwere körperliche Arbeit oder chronischer Husten können den Halteapparat überstrapazieren", erläutert Werner Harlfinger, BVF-Landesvorsitzender in Rheinland-Pfalz.

Die Scheiden- oder Gebärmuttersenkung lässt sich den Angaben zufolge aber recht gut behandeln. Dazu gehören ein Beckenboden- Training, das die Muskulatur stärke. "Unter Umständen können auch eine Entzündungsbehandlung oder eine Hormonersatztherapie sinnvoll sein", sagt Harlfinger. Auch könne unter örtlicher Betäubung ein Band in die Harnröhre eingesetzt werden, das die Inkontinenz verhindert.

In jedem Fall sollten betroffene Frauen laut BVF nicht mehr schwer heben und eventuelles Übergewicht verringern. Auch sei es ratsam, viel zu trinken und ballaststoffreich zu essen, um Verstopfung und dadurch nötiges Pressen auf der Toilette zu verhindern.

 

Quelle.dpa

 
Krebsgesellschaft: Zu wenige Frauen gehen zur Brustkrebsvorsorge (Apotheke für Frauen)

Die Deutsche Krebsgesellschaft hat Frauen über 50 Jahren aufgefordert, die Angebote zu einer kostenlosen Mammographie zu nutzen. Bislang werde die Untersuchung zu wenig in Anspruch genommen. Knapp 10 Millionen Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren haben nach Angaben der Krebsgesellschaft alle zwei Jahre Anspruch auf die Untersuchung. Sie trügen das größte Brustkrebs- Risiko. Von Mitte 2006 bis Mitte 2007 hätten sich nur 740 000 Frauen aus der Risikogruppe untersuchen lassen, berichtete die Gesellschaft in Berlin.

"In Deutschland hatten wir noch nie eine qualitativ so hochwertige und zuverlässige Brustkrebsfrüherkennung" sagte der Generalsekretär der Deutschen Krebshilfe, Johannes Bruns. Durch Röntgenbilder könnten Tumore in der Brust erkannt werden, bevor sie ertastbar seien.

Ist die Krankheit erst einmal entdeckt, garantiere die Behandlung von Brustkrebs in einem der deutschlandweit rund 200 Brustzentren mit Zertifikat eine qualitativ gesicherte Versorgung, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Senologie (Brustmedizin), Diethelm Wallwiener. Bei fast 70 Prozent der Operationen in den Zentren könne die erkrankte Brust erhalten werden.

Während der Brustkrebsaktion bis März 2008 sollen bundesweite Informationsveranstaltungen in Unternehmen und Brustzentren angeboten werden. Außerdem soll ein Brustkrebs-Kommunikationspreis an Patienteninitiativen verliehen werden. Brustkrebs ist die am weitesten verbreitete Krebsart unter Frauen. Mehr als 55 000 Frauen erkranken jedes Jahr daran - nach Angaben der Krebsgesellschaft überleben rund 17 800 Frauen die Krankheit nicht.

Quelle: dpa