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Schwanger zu werden - ein sehnlicher Wunsch
SCHWANGERSCHAFT
Schwanger zu werden und Kinder zu bekommen ist für viele Frauen ein sehnlicher Wunsch. Obwohl die Schwangerschaft eine völlig natürliche Sache ist, sind viele Frauen durch die Fülle an (Fehl-)Informationen rund um dieses Thema verunsichert:

Mache ich alles richtig? Läuft alles normal bei mir? Ist das Kind gesund? Stehe ich die Geburt gut durch? Komme ich in Zukunft mit der veränderten Lebenssituation zurecht?
Heutzutage sind die Risiken einer Schwangerschaft viel früher und besser zu erkennen und zu behandeln als zu Großmutters Zeiten.
Keine Schwangere wird allein gelassen!
Es gibt flächendeckend Informationsstellen und Vorbereitungskurse. Erster Ansprechpartner ist und bleibt Ihr/e Frauenarzt/ärztin. Mit ihm/ihr haben Sie schon seit längerem ein Vertrauensverhältnis aufgebaut. Nutzen Sie das schon im Vorfeld, beim Kinderwunsch, um sich ausgiebig und richtig zu informieren.
Was passiert in der Schwangerschaft?
Im ersten Drittel Nach der Befruchtung der Eizelle teilt sie sich immer wieder, bis etwa am 6. Tag ein Zellhaufen (Morula) entstanden ist, der sich in die Gebärmutter einnistet. Gleichzeitig wird ein Hormon gebildet, das „hCG“, auf dessen Erkennung die meisten Schwangerschaftstests beruhen. Entwicklungsstörungen in dieser Zeit enden oft mit einem natürlichen vorzeitigen Abbruch der Schwangerschaft. Viele schwangere Frauen registrieren das gar nicht. In den nächsten 11 Wochen bildet sich aus der Morula durch weitere Zellteilung der Embryo. Dieses erste Drittel der Schwangerschaft ist der sensibelste Teil. Schon in diesen ersten Wochen werden die wichtigen Organe angelegt. Im ersten Drittel bemerkt die Frau nur wenige Veränderungen an sich selbst. Die Regel bleibt aus. (Es kann aber zu Zwischenblutungen kommen; gehen Sie dann auf jeden Fall zu Ihrem Arzt.) Kreislaufbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen (meist klingen die Symptome aber nach dem 1. Drittel wieder ab), sowie Spannungsgefühl in den Brüsten treten häufig auf.
Im zweiten Drittel Ab der 13. Woche (2. Drittel) wölbt sich der Bauch nach vorne, der Fetus ist nun schon ein richtiger kleiner Mensch, etwa 7 cm groß und bewegt sich sehr aktiv. Die Linea nigra (eine dünne braune Linie vom Bauchnabel zum Schambein) kann bei der Schwangeren sichtbar werden. In der 16. Woche nimmt der Fetus schon Geräusche (Herzschlag und Stimme der Mutter) war. Bei der Mutter können Schwangerschaftsstreifen und Besenreißer entstehen. Eventuell treten Sodbrennen und Verstopfung auf. Ab der 20. Woche lässt sich mittels Ultraschall das Geschlecht des Kindes feststellen.
Im dritten Drittel Ab der 25. Woche (3. Drittel) kann bei der Mutter auf Druck etwas Milch aus den Brustwarzen austreten; Ein Zeichen dafür, dass die Milchdrüsen sich auf die Milchproduktion vorbereiten. Ab der 28. Woche kann der Fetus sehen. Er ist nun etwa 40 cm groß und übersteht eine Frühgeburt in der Klinik unbeschadet. Bei der Mutter kann es zu Kurzatmigkeit, Harndrang, Ödembildung (geschwollenen Beine) kommen. Während der nächsten Wochen setzt das Baby vor allem Muskel- und Fettgewebe an. Seine Bewegungen sind häufig und kräftiger. Ab der 36. Woche gehen fast alle Babies in ihre endgültige Geburtsposition (Kopf nach unten). Der Bauch der Mutter ist etwas nach unten gerutscht, die Kurzatmigkeit verbessert sich, der Harndrang nimmt zu, da das Kind nun mehr auf die Blase der Mutter drückt. Bis zur 40. Woche nimmt das Baby noch mal kräftig zu. Da es immer enger im Bauch der Mutter wird, bewegt es sich nun weniger. In den letzten Tagen oder Stunden vor der Geburt kann die Fruchtblase platzen. Gehen Sie auf jeden Fall zum Arzt. Mit dem Einsetzen der Wehen wird die Geburt eingeleitet.
Erkrankungen in der Schwangerschaft und Stillzeit
Eine problemlose, ohne Störungen und Krankheiten verlaufende Schwangerschaft wünscht sich natürlich jede Frau. Leider verläuft nicht jede Schwangerschaft völlig sorgenfrei.
Bei schwerwiegenden Erkrankungen und Komplikationen, wie Blutungen, vorzeitige Wehen, Diabetes, Bluthochdruck und Infektionen (Verdacht auf Röteln, Toxoplasmose oder Windpocken) suchen Sie bitte auf jeden Fall Ihre/n Frauenarzt/ärztin oder eine Klinik auf!!
Als häufige, unangenehme Begleiterscheinung einer Schwangerschaft können auftreten: - Übelkeit und Erbrechen - Sodbrennen, Übersäuerung des Magens - Kreislaufprobleme - Ödeme (Wassereinlagerungen in den Beinen) - Verstopfung der Nase Daneben kann eine Frau natürlich auch in der Schwangerschaft und Stillzeit alle häufig auftretenden Bagatell-Erkrankungen bekommen, z. B. Erkältung, Magen-Darm-Probleme, Kopf- und Rückenschmerzen, (Vaginal-)Pilzerkrankungen usw..

STILLZEIT
Muttermilch ist und bleibt die beste Ernährung für Ihren Säugling.
Außerdem ist es sehr praktisch, immer und überall das richtige Nahrungsangebot, perfekt temperiert, bei sich zu haben. In der Muttermilch finden sich zusätzlich zu den Nährstoffen auch noch krankheitsabwehrende Stoffe (Antikörper) und Substanzen, die das Allergie-Risiko senken. Haben Sie Geduld - das Stillen müssen Sie und Ihr Kind ja erst lernen! Finden Sie Ihren Eigenen Rhythmus - lassen Sie sich nicht vom Krankenhauspersonal oder von gut gemeinten Ratschlägen aus dem Familien- und Freundeskreis unter Druck setzen! Wenn es mit dem Stillen gar nicht klappen will, müssen Sie natürlich (zu)füttern. Die moderne volladaptierte Säuglingsnahrung ist der Muttermilch sehr ähnlich. Ihr Kind wird sich auch damit sehr gut entwickeln.
Wie pflege ich mich in der Stillzeit?
Vermeiden Sie Parfüm oder stark parfümierte Seifen und Pflegeprodukte; Babys nehmen Gerüche viel intensiver wahr als Erwachsene. Verwenden Sie Ihr Pflegeprodukt gegen Schwangerschaftsstreifen weiter, bis sich der Bauch zurückgebildet hat. Die Brustwarzen pflegen Sie am besten mit Wasser und einer hautfreundlichen, milden Waschlotion, z.b. Bepanthol oder Eucerin ph5. Wenn die Brustwarzen gereizt sind, hilft eine lanolin- und dexpanthenolhaltige Salbe, z.b. Bepanthen oder Panthenol Lichtenstein.
Wie ernähre ich mich richtig in der Stillzeit?
Eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung ist in der Stillzeit besonders wichtig. Kleinere häufigere Mahlzeiten sind besser, als wenige ausgiebige. Kohlenhydrate aus Kartoffeln, Reis, und Vollkornmehl sind die Basis der richtigen Ernährung. Dazu kommen reichlich Obst und Gemüse als Ballaststoff- und Vitamin/Mineralstoff-Lieferanten. Eiweiß und Fett aus Fleisch und Fisch benötigen Sie nur in Maßen. Vermeiden Sie blähende Nahrungsmittel, wie Kohl, Zwiebeln und Knoblauch. Zusätzlich können Sie ein hochwertiges Multivitaminpräparat, wie Femibion, einnehmen. Wichtig für eine ausreichende Milchproduktion ist, dass Sie reichlich trinken, am besten Mineralwasser und Stilltee, auch Milchbildungstee genannt, z.b. Sidroga Bio Stilltee. Die darin enthaltenen Früchte von Anis, Fenchel und Kümmel sowie Melissenblätter, beruhigen Magen und Darm von Mutter und Kind.
Was hilft meinem Baby bei „Drei-Monats-Koliken?“
Bei einem Säugling werden oft noch nicht ausreichend Verdauungsenzyme gebildet. Das Eiweiß aus der (Mutter-)Milch käst, wird also klumpig und fest. Außerdem entstehen zuviel Gase beim unvollständigen Verdauen. Gleichzeitig schlucken Babys beim Trinken viel Luft. Die Folgen sind die sog. „Drei-Monats-Koliken“; Das sind Bauchkrämpfe mit der Neigung zu Blähungen, die in der Regel ab dem vierten Lebensmonat wieder aufhören. Bewährt haben sich dann Tees mit Kümmel, Anis und Fenchel sowie entschäumende gasbindende Tropfen, wie Sab Simplex und Lefax Suspension.
Apotheke fuer Frauen
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| Apothekenthema
der Woche: |
Druck im Intimbereich kann auf Scheidensenkung hindeuten
(Apotheke für Frauen)
Ein Druckgefühl im Intimbereich
kann bei Frauen auf eine Scheiden- oder
Gebärmuttersenkung hindeuten. Hinzu
kämen Probleme beim Wasserlassen
und Stuhlgang sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr,
teilt der Berufsverband der Frauenärzte
(BVF) in München mit.
Die häufigste Ursache für
die Senkung sei ein schwacher Beckenboden,
etwa durch rasch aufeinanderfolgende
Geburten. "Aber auch schwere körperliche
Arbeit oder chronischer Husten können
den Halteapparat überstrapazieren",
erläutert Werner Harlfinger, BVF-Landesvorsitzender
in Rheinland-Pfalz.
Die Scheiden- oder Gebärmuttersenkung
lässt sich den Angaben zufolge
aber recht gut behandeln. Dazu gehören
ein Beckenboden- Training, das die Muskulatur
stärke. "Unter Umständen
können auch eine Entzündungsbehandlung
oder eine Hormonersatztherapie sinnvoll
sein", sagt Harlfinger. Auch könne
unter örtlicher Betäubung
ein Band in die Harnröhre eingesetzt
werden, das die Inkontinenz verhindert.
In jedem Fall sollten betroffene Frauen
laut BVF nicht mehr schwer heben und
eventuelles Übergewicht verringern.
Auch sei es ratsam, viel zu trinken
und ballaststoffreich zu essen, um Verstopfung
und dadurch nötiges Pressen auf
der Toilette zu verhindern.
Quelle.dpa
Krebsgesellschaft: Zu wenige Frauen
gehen zur Brustkrebsvorsorge (Apotheke
für Frauen)
Die Deutsche Krebsgesellschaft hat
Frauen über 50 Jahren aufgefordert,
die Angebote zu einer kostenlosen Mammographie
zu nutzen. Bislang werde die Untersuchung
zu wenig in Anspruch genommen. Knapp
10 Millionen Frauen im Alter zwischen
50 und 69 Jahren haben nach Angaben
der Krebsgesellschaft alle zwei Jahre
Anspruch auf die Untersuchung. Sie trügen
das größte Brustkrebs- Risiko.
Von Mitte 2006 bis Mitte 2007 hätten
sich nur 740 000 Frauen aus der Risikogruppe
untersuchen lassen, berichtete die Gesellschaft
in Berlin.
"In Deutschland hatten wir noch
nie eine qualitativ so hochwertige und
zuverlässige Brustkrebsfrüherkennung"
sagte der Generalsekretär der Deutschen
Krebshilfe, Johannes Bruns. Durch Röntgenbilder
könnten Tumore in der Brust erkannt
werden, bevor sie ertastbar seien.
Ist die Krankheit erst einmal entdeckt,
garantiere die Behandlung von Brustkrebs
in einem der deutschlandweit rund 200
Brustzentren mit Zertifikat eine qualitativ
gesicherte Versorgung, sagte der Präsident
der Deutschen Gesellschaft für
Senologie (Brustmedizin), Diethelm Wallwiener.
Bei fast 70 Prozent der Operationen
in den Zentren könne die erkrankte
Brust erhalten werden.
Während der Brustkrebsaktion
bis März 2008 sollen bundesweite
Informationsveranstaltungen in Unternehmen
und Brustzentren angeboten werden. Außerdem
soll ein Brustkrebs-Kommunikationspreis
an Patienteninitiativen verliehen werden.
Brustkrebs ist die am weitesten verbreitete
Krebsart unter Frauen. Mehr als 55 000
Frauen erkranken jedes Jahr daran -
nach Angaben der Krebsgesellschaft überleben
rund 17 800 Frauen die Krankheit nicht.
Quelle: dpa
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