Endlich ist der Frühling da!! Allerdings beginnt mit ihm für viele betroffene Mädchen und Frauen auch die Heuschnupfenzeit. Die Symptome sind laufende Nase, Niesen, Jucken und Brennen von Nase und Augen. In schweren Fällen können Pollen sogar Atemnot verursachen und Asthma auslösen.
Heuschnupfen - was ist das?
Bei Heuschnupfen handelt es sich um eine allergische Reaktion vom sog. Sofort-Typ. Bei entsprechender Veranlagung und Kontakt mit dem Allergen, hier den Pollen, reagiert der Organismus mit einer besonders starken Bildung von Immunglobulinen des Typs E (Antikörper), wodurch bei späteren Kontakten mit den Pollen eine (anaphylaktische) Reaktion ausgelöst wird. Dabei wird vor allem der Mediatorstoff Histamin ausgeschüttet und führt zu den o.g. bekannten Symptomen.
Was empfiehlt mir der Apotheker?
Zuverlässig helfen Antihistaminika, die entweder als Tabletten eingenommen oder direkt an Auge oder Nase als Spray oder Tropfen angewendet werden. Die modernere rezeptfreie Generation der Tabletten, wie Reactine, Lorano, Cetirizin Hexal wirken über 24 Stunden und werden demzufolge nur noch einmal am Tag eingenommen. Dies allerdings möglichst regelmäßig abends! Diese neueren Mittel machen auch nicht mehr so müde.
Eine schnell wirksame Alternative bieten die lokalen Antihistaminika Allergodil und Livocab, die als Nasenspray und Augentropfen direkt an den entsprechenden Schleimhäuten aufgebracht werden. Gerade betroffene Frauen, die nur gelegentlich oder kurzfristig an Heuschnupfen leiden, kommen mit diesen Medikamenten gut zurecht. Cromoglicinsäure, z.b. enthalten in Vividrin® Nasenspray und Augentropfen, verhindert die Freisetzung von Histamin. Deshalb muss dieses Medikament rechtzeitig, am besten schon unmittelbar nach dem Aufstehen, zum erstenmal angewandt wird. Die Wirkdauer von Cromoglicinsäure ist kurz, so dass eine dreimalige Gabe am Tag nötig ist. Großer Nachteil ist, dass dieser ältere Wirkstoff nur vorbeugend hilft. Ist der Heuschnupfen schon da, ist Cromoglicinsäure praktisch unwirksam. Als naturheilkundliche Alternative bieten sich homöopathische Arzneimittel mit Luffa als Hauptwirkstoff an, wie z. B. enthalten in Heuschnupfenmittel DHU®.
Kann ich etwas gegen die Ursachen von Heuschnupfen unternehmen?
Die einzige Therapie, die ursächlich gegen Heuschnupfen hilft, ist die Desensibilisierung, auch Hyposensibilisierung genannt, die ein entsprechender Facharzt, der Allergologe, durchführt. Dabei werden durch Impfungen über einen längeren Zeitraum mit steigender Menge des ermittelten Allergens (bei Heuschnupfen also Impfung mit Pollen) vermehrt Immunglobuline des Typs G gebildet. Diese Antikörper „fangen“ das Allergen ab. Somit kommt es im weiteren Verlauf erst gar nicht zu einer allergischen Reaktion, oder zumindest nur zu einer abgeschwächten. Diese recht aufwändige Therapie ist bei chronischen und schwereren Fällen zu empfehlen.
Was kann ich sonst noch tun?
Für den Heuschnupfenpatienten gilt natürlich, den Kontakt mit Pollen, soweit es geht, zu vermeiden. Die Fenster sollten Sie während der Pollenflugzeit, besonders an trockeneren warmen Tagen geschlossen halten. Möglichst nur nachts, aber nicht in den frühen Morgenstunden, kurz lüften. Stärken Sie Ihre Abwehrkräfte durch ausgewogene Ernährung sowie ausreichend Bewegung. Reduzieren Sie Alkohol- und Nikotinkonsum. Kleidung, die Sie im Freien getragen haben, sollte sofort gewechselt und gewaschen werden. Ebenso sind ihre Haare möglichst täglich zu waschen, auch darin verfangen sich Pollen. Ein Klimagerät in der Wohnung sowie ein Pollenfilter im Auto können sinnvolle Hilfen sein.
Apotheke fuer Frauen
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